By Hermann Broch, Paul Michael Lützeler

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Schnaps allein taugt nichts«, sagte sie. Meine Freundschaft mit Mutter Gisson ist nun schon von lan­ ger Dauer und wird mit jedem Jahr fester. Bald nachdem ich meine Stelle hier angetreten hatte, hatte sie mich rufen lassen, der Mathias, der damals um die dreißig gewesen war, war plötz­ lich zusammengebrochen, und ich konstatierte eine mehr als operationsreife Appendicitis. Aber trotz meines dringenden Appells schickte sie ihn nicht ins Spital. « So hat sie die Behandlung selber in die Hand genommen: im Stall zwischen den beiden Kühen ließ sie das Bett des Pa­ tienten aufschlagen - später sah ich, daß zu ihren Therapien im­ mer wieder die Tiere gehörten - , und dort in dem Brodem der Tiere und in ihrer unmittelbaren Ausstrahlung mußte er acht Tage lang fasten.

Rief Suck in das ausbrechende Gelächter hinein, so daß sie nun über mich lach­ ten. « 55 Copyrighted material »Schweig, Bergmathias«, sagte Krimuß mit der heiseren Eindringlichkeit des Betrunkenen, »der Tod droben am Berg, der ist auch ein fremder T od... und den werden wir schon noch kleinkriegen... « Es entstand eine kleine Pause, und wieder blickten alle auf die Türe. Ich spürte, daß etwas vorging. Sogar Pluto, der sich doch schon damit abgefunden hatte, daß sein Herr ein Wirtsgeschäft betrieb und doch selber auch seinen Nutzen davon bezog, auch er erhob sich auf seine vier weichen Riesenpfoten und schaute mit trauriger Erwartung hin.

Jetzt erst sah man den Zustand, in dem er sich befand, voller Erde die trie­ fenden Stiefel, verschmutzt die Hose bis zu den Knien, kein Wunder freilich, wenn man bei solchem Wetter auf die Goldsu­ che geht. »Zieht Eure Schuhe und Socken aus und hängt sie zum Herd«, kommandierte Mutter Gisson. Jung wie ich war, tat es mir wohl, daß Mutter Gisson den Landstreicher nicht duzte. Marius tat wie ihm geheißen. An der Wand neben dem Herd ist eine Doppelstange zum Trocknen der Stiefel eigens ange­ bracht, und er hing seine Sachen dort ein.

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